Multipler-Orgasmus-beim-Mann

Der multiple Orgasmus beim Mann Tipps + Tricks

Viele Frauen berichten über multiple Orgasmen. Während des Sex kommen sie mehrmals und scheinen sich auf einer Art Welle der sexuellen Gefühle zu bewegen.

Was die wenigsten wissen: Nicht nur Frauen können multiple Orgasmen erleben, sondern auch Männer. Allerdings scheinen multiple Orgasmen bei Männern seltener zu sein und dazu noch eine Sache, die etwas Training verlangt.

Aufklärung über mehrfache Orgasmen bei Männern von Lisa Henzler.

Aktualisiert: 19. Mai 2021
Autor: Lisa Henzler
Autor: Lisa Henzler

Unabhängige Redakteurin – Medizinstudentin aus Hamburg. Seit 2021 Autorin für das Blog-Magazin auf Potenzkur.com

Inhalt:
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    Wirkung der Hormone

    Der Mann benötigt nach der Ejakulation einige Minuten Erholung, bevor er erneut zum Sex bereit ist. Bisher ist noch nicht genau erforscht, welche Prozesse nach dem Sex im männlichen Körper ablaufen.

    Vermutet wird aber eine Wirkung des Hormons Prolaktin, das nach dem Sex ausgeschüttet wird und zunächst eine erneute Erektion verhindert. Zusätzlich zur Ausschüttung von Prolaktin fallen Adrenalin und Noradrenalin nach dem Orgasmus relativ schnell ab. Viele Männer werden dann müde und schlafen ein.

    Bei der Frau wirken beim Sex zwar die gleichen Hormone wie beim Mann, verhalten sich aber anders. Auch der weibliche Körper produziert nach dem Orgamus Prolaktin. Adrenalin und Noradrenalin fallen aber bei der Frau parallel nicht ab, sondern steigen im Unterschied zum männlichen Körper an.

    Vermutlich können Frauen aus diesem Grund leichter mehrere Orgasmen hintereinander bekommen.

    Multipler Orgasmus beim Mann durch Training erreichen

    Multipler Orgasmus ist reine Übungssache

    Grundsätzlich ist mittlerweile bekannt, dass jeder Mann ebenfalls mehrere Orgasmen hintereinander haben kann.

    Sexualforscher haben herausgefunden, dass Männer das, was bei der Frau hormonell gesteuert wird, üben können. Dazu ist vor allem zu Beginn ein wenig Disziplin nötig.

    Die Aufgabe des Mannes zum Erreichen multipler Orgasmen ist es, die Regenerationszeit nach dem Samenerguss zunächst zu verkürzen und später komplett zu überspringen.

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    Orgasmus und Ejakulation gehören nicht unbedingt zusammen

    Orgasmus und Ejakulation trennen

    Zwei Dinge, die öfter im selben Topf landen, müssen unterschieden werden: Der Orgasmus und die Ejakulation.

    Normalerweise finden beide Vorgänge immer gleichzeitig statt, weshalb sie selten unterschieden werden. Dass es sich um zwei verschiedene Dinge handelt, würden wir wissen, wenn uns klar wäre, dass Männer einen Orgasmus ohne Ejakulation haben können. Das ist ein Phänomen, das eher selten vorkommt, allerdings bewusst herbei geführt werden kann.

    So wie es einen Orgasmus ohne Ejakulation gibt, so gibt es auch Ejakulationen ohne Orgasmus, die keine sexuellen Gefühle hervorrufen und ein rein körperlicher Vorgang sind. Dass beide Vorgänge nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben, wird klar, wenn man weiß in welchem Teil des Körpers die Steuerung stattfindet: Der Orgasmus spielt sich im Gehirn ab, die Ejakulation ist ein Vorgang der Genitalien.

    Wer ganz genau auf seinen Körper achtet, kann außerdem feststellen, dass Orgasmus und Ejakulation zeitlich leicht versetzt stattfinden. Der Orgasmus beginnt den Bruchteil einer Sekunde früher als die Ejakulation.

    Die Ejakulation vermeiden

    Um die Regenerationsphase nach dem Orgasmus zu vermeiden, wäre es gut, wenn der Ausstoß von Prolaktin gesenkt oder vermieden würde.

    Das geht allerdings nur dann, wenn die Ejakulation vermieden wird und ein Orgasmus ohne Samenerguss stattfindet.

    Dabei gilt: Der Orgasmus kann mit und ohne Ejakulation gleich intensiv sein. Es gibt einige Methoden, wie Männer die Fähigkeit zum multiplen Orgasmus trainieren können – diese stellen wir im folgenden genauer vor. 

    Start & Stop

    Um die Start-and-Stop-Methode zu nutzen, muss der Penis bis kurz vor den Orgasmus stimuliert werden und der Orgasmus zurück gehalten werden.

    Wenn die Erregung abgeklungen ist, wird der Penis erneut an diesen so genannten Point-of-no-Return gebracht.

    Die Methode kann sowohl bei der Masturbation angewendet werden, als auch im gemeinsamen Liebesspiel mit der Partnerin. Erst wenn der Vorgang mehrmals durchgeführt wurde, wird der Orgasmus zugelassen.

    So können Männer lernen, ihre Erregung wahrzunehmen und sie zu kontrollieren.

    Kegel-Methode

    Mit der Kegel-Methode wird der so genannte PC-Muskel, der Schammuskel, trainiert. Er befindet sich im Bereich zwischen dem Schambein und dem Steißbein und ist ein Teil der Beckenbodenmuskulatur. Der PC-Muskel ist maßgeblich am Entstehen einer Erektion beteiligt und wirkt auch beim Orgasmus mit, indem er sich mehrfach zusammenzieht und dann komplett erschlafft.

    Der PC-Muskel kann zum Beispiel beim Wasser lassen trainiert werden. Das geht ganz einfach, indem der Urinstrahl zwischendurch immer mal kurz gestoppt wird. Der Urin sollte dann jeweils für etwa 3 Sekunden gehalten werden, der Vorgang kann in bis zu 30 Sätzen 3 Mal am Tag wiederholt werden. Das funktioniert aber nicht nur beim Wasser lassen.

    Wer den Muskel einmal gespürt hat und ihn bewusst steuern kann, kann ihn überall und jederzeit trainieren. Nach und nach werden sich die Stärke, die Härte und auch die Länge der Erektion so immer mehr verbessern.

    Wer diese Übungen regelmäßig durchführt und so die bewusste Kontrolle über den PC-Muskel erlangt, wird ihn auch beim Sex steuern können und eine Ejakulation verhindern. Wird der Muskel während des Orgasmus angespannt, findet keine Ejakulation statt, der Ausstoß von Prolaktin wird verhindert und es gibt keine Erholungsphase.

    Gewichtheben mit dem Penis

    Das Gewichtheben mit dem Penis trainiert ebenfalls den PC-Muskel im Beckenboden. Dazu wird zunächst ein leichter Gegenstand, wie zum Beispiel ein Taschentuch über den erigierten Penis gelegt und der Penis wird mit dem Gegenstand angehoben.

    Je stärker der PC-Muskel wird, umso schwerer kann der Gegenstand werden. Mit etwas Training wird es gelingen, auch einen nassen Waschlappen mit dem Penis anzuheben.

    Jen-Mo-Punkt

    Der so genannte Jen-Mo-Punkt wird im Tao erwähnt. Er liegt in der Mitte des PC-Muskels. Wenn er im richtigen Moment gedrückt wird, kommt es zur Injakulation, das heißt die Samenflüssigkeit fließt wieder zurück in die Prostata.

    Der Penis bleibt trotz dieses Vorgangs weiterhin steif. Man spricht auch von einem trockenen Orgasmus.

    Das Drücken des Jen-Mo-Punktes sorgt außerdem auch dafür, dass Männer beim Sex generell länger durchhalten. Der Punkt kann relativ leicht gefunden werden, denn der PC-Muskel hat in der Mitte eine deutlich zu ertastende Vertiefung.

    Squeeze-Technik

    Die Squeeze-Technik sorgt ebenfalls dafür, dass der Samenerguss zurück gehalten wird. Um diese Technik anzuwenden, muss so lange auf die Eichel gedrückt werden, bis der Drang zur Ejakulation verschwindet.

    Wie bei der Start-and-Stop-Methode auch, kann die Squeeze-Technik mehrfach hintereinander angewendet werden, bis der Samenerguss zugelassen wird.

    Prostata-Stimulation

    Es ist bekannt, dass auch durch die Prostata-Stimulation ein Orgasmus ohne Ejakulation erfolgen kann.

    Die Prostata kann entweder anal von innen ertastet und sanft massiert werden oder aber auch von außen. Sie liegt zwischen dem Anus und den Hoden.

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