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Erektionsstörungen durch Radfahren?

Wer viel mit dem Fahrrad unterwegs ist, trainiert sein Herz-Kreislaufsystem. Dies dürfte sich in erster Linie positiv auf die Erektionsfähigkeit bei Männern auswirken.

Vielen Männern, die Stunden auf dem Rad verbringen, fällt allerdings auf, dass schon nach wenigen Kilometern ein Taubheitsgefühl ihm Bereich der Hoden und des Penis auftritt.

Manche berichten sogar, dass sie Probleme mit der Potenz bekommen haben und diese auf das Fahrradfahren zurück führen. Was kann man dagegen tun?

Tipps gegen Erektionsstörungen durch Radfahren von Lisa Henzler.

Aktualisiert: 9. Juni 2021
Autor: Lisa Henzler
Autor: Lisa Henzler

Unabhängige Redakteurin – Medizinstudentin aus Hamburg. Seit 2021 Autorin für das Blog-Magazin auf Potenzkur.com

Inhalt:
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    Kann Radfahren die Erektion beeinträchtigen?

    Radfahren & Erektion

    Wer eine gewisse Zeit auf einem Sattel sitzt, sorgt dafür, dass das komplette Körpergewicht auf einer kleinen Stelle im Intimbereich lastet. Dadurch können Nerven abgeklemmt und die Blutzirkulation in diesem Bereich beeinträchtigt werden.

    Das Gewicht des Fahrradfahrers lastet also genau da, wo die für den Penis besonders wichtigen Nervenzellen liegen und wo die Durchblutung stattfindet, die für eine Erektion maßgeblich ist. Erektionsstörungen durchs Radfahren sind also kurzzeitig für wenige Stunden nach der sportlichen Aktivität möglich

    Als ganz besonders wichtiger Bereich für die Erektion ist also das Perineum zu nennen, auch Damm genannt. Dieser Bereich sollte beim Fahrradfahren geschützt werden. Durch spezielle Sattel kann der Druck auf den Damm vermindert werden.

    Den richtigen Sattel muss jeder Fahrradfahrer individuell für sich finden. Während Damen eher mit weichen und breiteren Satteln fahren sollten, wird für Männer ein längerer, schmaler Sattel mit einer längeren Sattelnase empfohlen. Zudem gibt es mittlerweile viele Sattel, die den Dammbereich aussparen und ihn somit entlasten.

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    Eugene Onischenko | shutterstock.com
    Macht Radfahren impotent oder gar unfruchtbar?

    Radfahren & Fruchtbarkeit

    Wer den Druck und die Taubheitsgefühle im Bereich der Hoden und des Damms auf Dauer beim Fahrradfahren ignoriert, läuft Gefahr eine dauerhafte Schädigung des Gewebes in diesem Bereich zu erfahren.

    Das kann tatsächlich bin hin zur Impotenz oder Unfruchtbarkeit führen. Ganz besonders wichtig zu wissen, ist, dass beim Fahrradfahren das gesamte Körpergewicht auf der Arterie lastet, durch die das Blut in den Penis fließt.

    Wer vor allem nach vorne geneigt fährt, läuft zusätzlich Gefahr den Nervus pudendus einzuklemmen, indem er gegen das Schambein drückt. Druck auf diesen Nerv kann ebenfalls zur Folge haben, dass sich der Blutfluss in den Penis vermindert.

    dolomite-summits | shutterstock.com
    Kann Radfahren die Potenz auch fördern?

    Radfahren & Potenzbesserung

    Unter gewissen Umständen ist es auch möglich, die Potenz durch Radfahren positiv zu beeinflussen. Das funktioniert grundsätzlich mit allen Sportarten, die das Herz-Kreislauf-System trainieren.

    Sport fördert die Durchblutung, was sich immer positiv auf die Potenz auswirkt. Wer es noch dazu schafft, die empfindlichen und für die Erektion wichtigen Bereiche im Unterleib zu schützen, könnte durch das Radfahren eher positive Effekte in Bezug auf die Erektion bemerken, als negative.

    Wichtig wäre es mit dem Sport nicht zu übertreiben. Ausdauersport über 8 Stunden oder längere Zeiträume, beeinträchtigen die Potenz mit Sicherheit. Wer dagegen maximal ein paar Stunden intensiven Sport betreibt, kurbelt das Testosteron an und kann somit auch die Erektion verbessern

    Syda Productions | shutterstock.com

    Erektionsproblemen durch Fahrradfahren vorbeugen

    Schon vor vielen Jahren konnten Untersuchungen zeigen, dass Fahrradsportler häufiger von Erektionsstörungen betroffen sind, als Männer, die nicht Fahrrad fahren. Die gute Nachricht ist aber, dass eine Erektionsstörung durch Fahrradfahren durchaus vermieden werden kann und dass niemand deshalb auf den Sport verzichten muss.

    Sattel & Sitzposition

    Nicht nur der richtige Sattel, der den Druck auf den Damm mindert, bequemes Sitzen garantiert und für eine schmerzfreie Fahrt sorgt, ist wichtig, sondern auch die Sitzposition. Der Sattel sollte in der Form zur persönlichen Anatomie passen, horizontal auf dem Fahrrad montiert werden und mit der Sattelnase leicht nach unten geneigt werden.

    So wird Druck auf das Schambein durch die Sattelnase vermieden. In manchen Fällen kann es auch helfen, einen Sattel für Damen auszuprobieren, denn die weibliche Intimzone ist noch empfindlicher, als die männliche. Daher sind spezielle Sattel für Frauen noch schonender für diesen Bereich.

    Die Knie können beim Radfahren eine stützende Funktion übernehmen. Indem der Sattel so montiert wird, dass die Beine beim Treten noch leicht angewinkelt sind, kann der Druck auf den empfindlichen Intimbereich vermindert werden.

    Zudem sollte der Radfahrer nicht die ganze Zeit auf dem Sattel sitzen bleiben, sondern sich nach einigen Minuten immer wieder in eine stehende Position bringen. Das nimmt dem Druck vom Damm zwischenzeitlich komplett, sodass das Gewebe wieder komplett durchblutet werden kann.

    Gewicht beachten

    Je schwerer ein Fahrer ist, umso mehr muss er sich Gedanken machen um den Druck, der auf dem Damm lastet und Gegenmaßnahmen ergreifen. Zu diesem Zweck gibt es spezielle Sattel für Männer, als auch für Frauen, die übergewichtig sind.

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    Pavel1964 | shutterstock.com

    Potenzmittel im Radsport

    Viele Fahrradfans haben sicherlich schon einmal davon gehört, dass Viagra mittlerweile auch im Radsport eingesetzt wird.

    Allerdings geht es hier nicht um die Potenz, wie man im ersten Moment meinen könnte, sondern vielmehr um Doping. Viagra verbessert die Durchblutung und sorgt für eine Erhöhung der Lungenfunktion. Das kommt vor allem Langstreckenfahrern im Gebirge zugute, wo der Sauerstoffgehalt in der Luft weniger wird. Allerdings steht Viagra bisher nicht auch der Dopingliste.

    Immer häufiger greifen Leistungssportler neben Viagra auch zu Cialis, das eine ähnliche Wirkung hat, die allerdings länger anhält. Der Wirkstoff in Cialis, Tadalafil, wirkt nach der Einnahme bis zu 36 Stunden und kann auch in Form einer Potenzkur angewendet werden. Dabei wird täglich eine kleine Menge Tadalafil eingenommen, was zu einem dauerhaften Spiegel des Potenzmittels im Blut und somit zu einer dauerhaften potenzfördernden Wirkung führt

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